Hej – Ikea startet eigene Community

Geschrieben von S. Borchert am 3. Februar 2010 | Abgelegt unter Communities, Markenwelten, marketing

Nun hat IKEA die Hauseigene Community der Öffentlichkeit vorgestellt und in vielerlei Hinsicht überrascht. Doch zuerst worum geht es in IKEAs neuer Community eigentlich?

IKEA hat die Plattform als Erweiterung des „IKEA FAMILY“-Service gestartet. Hierbei handelt es sich um  eine Art Bonusprogramm, bei der der Kunde über Sonderangebote informiert wird, eine Clubkarte bekommt und an Gewinnspielen teilnehmen kann. Innerhalb der Community soll natürlich die Thematik der Ausstattung von Räumen im Vordergrund stehen.

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Das Forum, welches neben den Benutzerprofilen das Herzstück der Community ist, erinnert an Frage-Antwort-Portale. Alle Themen stehen in einer langen Liste untereinander und werden vorerst nicht sortiert. Der Nutzer kann die Themen der Liste dann eingrenzen, in dem er nur eine Thematik anzeigen lässt oder nach Erstellungsdatum oder Beliebtheit sortiert.

Die Detailansicht der Beiträge geschieht in einer für uns normalen Ansicht und ist nach Erstellungsdatum des Kommentars geordnet.

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Nun zu einer der Neuerungen und Highlights der Community. Es gibt die Möglichkeit sich einen Raum einzurichten und somit anderen Community-Mitgliedern den eigenen Einrichtungsgeschmack zu präsentieren. Nach der Auswahl eines Profils läuft das entsprechende Avatar, welches stets aus einer Person besteht, die einen Bilderrahmen vor das Gesicht hält, durch den virtuellen Raum. Es können zahlreiche Produkte des IKEA-Katalogs in der Einrichtung verbaut werden und somit ein individuelles Zimmer geschaffen werden. Die Position der Möbelstücke ist jedoch festgelegt – was leider etwas in der Gestaltung einschränkt.

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Die Gestaltung der Website ist stark reduziert. Die Objekte liegen auf einem weißen Hintergrund, der das Design aufwertet und die bunten Objekte hervorhebt. Insgesamt wird durch die Reduktion des Designs eine freundliche Atmosphäre geschaffen, die durch die farbigen Akzente, jedoch nicht zu kühl wirkt.

Eine weitere dicke Überraschung kommt bei der Betrachtung der technischen Komponenten der Website daher. Die gesamte Umsetzung besteht aus Flash-Inhalten. Dies bringt neben den Vorteilen der Gestaltung jedoch auch zahlreiche Nachteile mit sich. Man denke zum Beispiel an die Nutzer von Smartphones – speziell die Nutzer von Apples iPhone oder in Zukunft Nutzer des iPads – die diese Community nicht nutzen können. Bildlich gesehen ist die geöffnete Tür der Startseite der IKEA-Community für diese Nutzer verschlossen und der Schlüssel ist nicht auffindbar.

Abschließend lässt sich über die IKEA Community sagen, dass ein starkes Marketing-Tool geschaffen wurde. Durch die Community erhält der schwedische Möbelkonzern direkte Informationen von seinen Kunden und kann dieses wertvolle Feedback für sich nutzen. Die Kunden haben die Möglichkeit sich bei Einrichtungsfragen an die Community zu wenden, die mit zahlreichen Ratschlägen zur Verfügung stehen kann. Es entsteht eine Win-Win-Situation, die beiden Seiten nutzt. Schließlich stellt sich eigentlich nur noch die Frage, weshalb erst jetzt solch eine Plattform geschaffen wurde.

Direktlink: http://www.hej-community.de

DesignCamp Cologne 2010

Geschrieben von Daniel Doege am 25. Januar 2010 | Abgelegt unter Design, barcamp

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Auch in diesem Jahr fand im Kölner Messezentrum Nord direkt im Dunstkreis der internationalen Möbelmesse IMM das DesignCamp Cologne statt. Der Themenfokus lag an den beiden Tagen (23. und 24.01.10), wie der Name vermuten lässt, auf den Bereichen Design und Fotografie.

Insgesamt waren für die beiden Tage im Durchschnitt 150 Teilnehmer – größtenteils Barcamper  – registriert. Leider erschien ein Großteil der registrierten Teilnehmer nicht, was für die sehr engagierte Arbeit vom Organisationsteam und auch die Barcamp-typische Lebendigkeit innerhalb der Sessions wirklich sehr schade war.

Der Samstag (23.01.10) war  noch verhältnismäßig gut besucht und so fanden doch einige interessante Sessions statt. Besonders erfrischend (wenn damit auch nicht der Präsentationsstil gemeint ist) war die mal Streetart-Session. Hier konnte man wirklich spannende Eindrücke über die öffentliche Kunst im Raum sammeln (siehe Bild oben).

Für sicherlich alle Sessionsteilnehmer das (kulinarische) Highlight an diesem Tag war die Session von Törtchen Törtchen-Gründer Thorsten Schöneich “Dessert Design”. Er brachte seinen Chef-Patissier mit (Gaule Millaut Patissier des Jahres 2009) und versprach allen Teilnehmern ein Dessert der 3-Sterne-Klasse).

Mit dieser köstlichen Session und der darauf folgenden Fotosession mit Pixelakrobat André Hünseler endete das Session-Programm von Tag 1, der Lust auf mehr machte. Es folgte eine Verlosung unter allen anwesenden Teilnehmern – mit freundlicher Unterstützung von O’Reilly und Kodak. Am Abend gab es, wie auch im vergangenen Jahr, die legendäre Aftershowparty in der Kölner Innenstadt.

Der Sonntag war leider sessionsmäßig leider etwas ernüchternd und es fehlten deutlich mehr als die Hälfte der noch an diesem Tag angemeldeten Teilnehmer. Dennoch kam ausreichende Barcamp-Stimmung auf und die Teilnehmer nutzen die gemeinsame Zeit zum Networken oder für couchgemütliche Applikation-Battles.


Um ca. 16 Uhr endete die letzte Session auf den DesignCamp Cologne 2010. Es folgt erneut eine Verlosung – wieder powered by O’Reilly und Kodak. Anschließend halfen die noch anwesenden Teilnehmer beim Abbau der Technik und beim Aufräumen.

Danke an dieser Stelle nochmals an die Organisatoren (allen vorran Roland & Frank)  für dieses gut organisierte superentspannte Wochenende! Auch an die freundlichen Mitarbeiter vom Kongresszentrum Köln. Im Anbetracht der kurzen Planungszeit von zwei Monaten war das DesignCamp sensationell!

Google geht weiter

Geschrieben von sbunse am 18. Dezember 2009 | Abgelegt unter Sonstiges

Und wieder hat Google einen neuen Dienst gestartet: Öffentliche DNS Server. Damit setzt Google seinen Fuß in die Sparte wirklich grundlegender Basisdienste des Internets (das DNS ist eine Art Telefonbuch des Internets).

Google speedWie man das von Googles Diensten gewöhnt ist (und mittlerweile eigentlich schon erwartet) arbeiten diese dank der gut ausgebauten Infrastruktur hoch performant. Darüber hinaus sind sie leicht merkbar (die IP Adressen lauten 8.8.8.8 und 8.8.4.4) und versprechen unverfälschte Ergebnisse (”Get the results you expect with absolutely no redirection” kann durchaus als Anspielung auf deutsche Internetsperren verstanden werden…).

Weitere Infos dazu gibt es auf der zugehörigen Google Seite: http://code.google.com/speed/public-dns/

Webvisionen: Die Schweden und Augmented Reality

Geschrieben von S. Borchert am 16. Dezember 2009 | Abgelegt unter Medien, Virtual Environement, Web3.D, marketing

Wer kennt das Problem nicht? Man steht vor seinem Traumschrank, überlegt ob und wie er in das Zimmer passt, kauft ihn und in der Wohnung wirkt das Schmuckstück dann doch ganz anders. Dieser Problematik hat sich der schwedische Möbelhersteller IKEA angeblich angenommen. Heute erreichte uns per Twitter ein Bild, welches wie eine Beschreibung im IKEA-Katalog wirkt und zeigt, wie man mittels iPhone und Katalog die Möbel in seinem Wohnzimmer vor dem Aufbau und dem Kauf anschauen kann. Angeblich ist es ganz einfach: Sensor hinlegen, IKEA-Katalog-App starten und Möbelstück aussuchen. Schon erscheint das Möbelstück auf dem Bildschirm an gewünschter Stelle. Was uns etwas stutzig macht ist, dass der Katalog 2009 auf besagtem Bild zu sehen ist und nicht der bereits erschienene Katalog 2010.

Quelle: http://www.the-imagazine.com/in/wp-content/uploads/2009/12/15154.jpg

Auf der Website von IKEA konnten wir leider keine bestätigenden Informationen dazu finden und auch eine kurze Recherche mittels Google lieferte nur ältere Funde, die nicht in direktem Zusammenhang mit unserem Bild stehen.

Der grundsätzliche Ansatz ist jedenfalls hochinteressant und wir freuen uns schon auf den Moment die Applikation im iTunes-App-Store testen zu können. Technisch ist diese Idee nach unseren Erfahrungen bereits umsetzbar. Die Ikea-App sollte daher nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen. Wann kommt nochmal der Ikea-Katalog 2011?

Bildquelle: http://www.the-imagazine.com/in/wp-content/uploads/2009/12/15154.jpg

Deutsche User stehen nicht auf Paid-Content

Geschrieben von Daniel Doege am 14. Dezember 2009 | Abgelegt unter Medien, Paid-Content, Verlage, Zeitungen

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat in einer Studie interessante Zahlen zur Bereitschaft von Paid-Content (kostenpflichtigen Webinhalten) bei deutschen Usern veröffentlicht. Demnach sind gerade mal 9% der deutschen user bereit für Inhalte im Internet zu zahlen. Viel mehr noch akzeptieren nur 53% der deutschen User kostenlose mit Werbefinanzierung. 47% der User wünschen, trotz kostenloser Inhalte, mit keinerlei Werbung konfrontiert zu werden.

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Damit liegen wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn (im Mittel 13% Zahlungsbereitschaft) deutlich zurück. In Schweden liegt vergleichsweise die Zahlungsbereitschaft bei ganzen 23%.

Diese für die Medienmacher sehr herausfordernde Grundeinstellung, versuchen die hiesigen Verlage (z.B. Springer & DuMont) durch neue Businessmodelle zu bearbeiten. Im Gespräch bzw. bereits angekündigt wurden First-Click-Free-Angebote oder zahlungspflichtige Applikationen für das iPhone. Die bisherigen Versuche, Paid-Content bei deutschen Verlagshäusern zu etablieren, scheiterten überwiegend. Nur im Bereich der Fachzeitverlage und Fachpublikationen konnten sich bisher einige Paid-Content-Modelle behaupten.

Ob es sich dabei um erfolgreiche Ansätze handelt die Zeitungsverlage wieder profitabler zu machen, bleibt abzuwarten und ist sicherlich auch abhängig von den Strategien der weiteren Marktteilnehmer.

In jedem Fall müssen die Bezahlangebote einen Mehrwert für die User darstellen. Andernfalls könnten die weiteren Verlage und Newsportale ihre Informationsstellung ohne großen Aufwand verbessern und den etablierten Nachrichtenportalen Spiegel Online und Bild.de spürbar Nutzer abnehmen.

Link zur GfK-Pressemeldung: http://www.gfk-verein.de/index.php?article=press_1_&lang=german&f=press

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