Schokolade ist ne Bitch – Der DesignCamp Cologne 2009 Bericht

Geschrieben von Daniel Doege am 26. Januar 2009 | Abgelegt unter Barcamp

Kaum zurück vom zweieinhalbtägigen Kölner DesignCamp-Programm und den Notebook-Akku noch mit Messestrom betankt, ist eine kurze Berichterstattung und Danksagung mehr als Pflicht.
 
 
Aus Fairnessgründen bereits vorweg: Das “DCC09” war eine perfekt organisierte und hochinteressante Experten-Konferenz mit Barcamp-Atmosphäre. Dafür bereits an dieser Stelle einen großen Dank an das ganze Organisationsteam, die Sponsoren, die Messe Köln und allen Teilnehmern, für die interessanten und anregenden Diskussionsrunden.
 
Der Begriff “Design” ist allgemein sehr vielseitig besetzt, was bereits am unterhaltsamen Warmup-Treffen am vergangenen Freitag in “Halle 11″ (Kölner, Rheinauhafen) klar bestätigt wurde. Angefangen von Webdesignern, allgemeine Internetexperten, Grafikdesignern, Fotografen, über Industriedesigner bis hin zu Produkt- und Materialentwicklern, war hier bereits eine sehr bunte Mischung zu erkennen. Das Warmup war sehr stimmungsvoll und die Vorfreude bei allen zu spüren. Es konnte losgehen.
 
Thomas Vinnemeyer, Frank Huber (v.l.)
Super Stimmung schon zu Beginn – Thomas Vehmeier, Frank Huber (v.l.)

 
TAG 1, Sa. 24.01.2009 (Konferenzzentrum Nord, Messe Köln)

Mit hohen Erwartungen, aber leider ohne Frühstück, begann Tag 1 des DesignCamps im neuen Konferenzzentrum der Messe Köln. Zuvor stand für alle Teilnehmer der obligatorische Check-In auf dem Plan. Mit bester Stimmung (Orga, Teilnehmer und Messemitarbeiter) wurden wir alle herzlich empfangen.

Sessionplanung

Sessionplanung

Nach der freundlichen Begrüßung durch Organisationsleiter “Frank Huber” begann die Sessionplanung. Insgesamt standen den Teilnehmern und Vortragenden vier bzw. fünf verschiedene Räume zur Verfügung. Der trotz seiner immensen Größe sehr atmosphärische große Hauptsaal, wurde nur für ausgewählte Sessions belegt (z.B. den gut besuchten Photoshop-Workshop).

Sessionplanung / Sessionboard

Sessionplanung / Sessionboard

Insgesamt gab es am ersten Tag 16 sehr unterschiedliche und sehr interessante Sessions, rund um das Thema Design. Die Auswahl fiel zunächst auf die Session “Thinking Design”, bei der es eine sehr kontroverse Diskussion über das Produktdesign des Schokoladenherstellers Ritter, sowie des iPods enstand.

Session: Thinking Design

Session: Thinking Design

Nach dem Mittagessen fiel die Wahl auf folgende drei Sessions:

  • RAW-Bearbeitung mit Photoshop
  • Icondesign mit der Tango Library
  • Geschichte und Zukunft des Webs

Um 17.30 Uhr war dann offizielles Sessionende. Die ebenfalls obligatorische Party konnte starten. Ort des Geschehens waren die durchaus als sehr ungewöhnlich zu bezeichnenden Kellergewölbe eines Kölner Second Hand Ladens im Zentrum von Köln (Hahnenstraße). Die Party war sensationell und ging bis 04.00 Uhr morgens. Ein fabulöser erster DesignCamp-Abend nahm sein Ende.

Frank Huber, Organisator des DesignCamps Cologne 2009
Frank Huber, Organisator des DesignCamps Cologne 2009
TAG 2, So. 25.01.2009 (Konferenzzentrum Nord, Messe Köln)

Mit bestem Wetter, etwas dunklen Augenrändern und viel, viel gutem Kaffee vom Sponsor (www.sonntagmorgen.com) startete der zweite DesignCamp-Tag mit einer merklich reduzierten Teilnehmerzahl. Leider war für viele Teilnehmer wohl die Party zu energetisch oder die Verführung zu groß, als Designcamp-Teilnehmer auch die benachbarte Möbelmesse (IMM) kostenlos zu besuchen. So fanden am zweiten Tag nur gefühlt die Hälfte der Teilnehmer des ersten Tages den Weg ins Kongresszentrum. Der Harte Kern, im Barcamp-Jargon.

Session über Wikis von Martin Koser (frogpond)

Session über Wikis von Martin Koser (frogpond)

Der zweite Tag war deutlich technischer als der Vortag und das Kernthema Design spielte in manchen Sessions überhaupt keine Rolle. So war Tag 2 eher ein klassisches Barcamp, mit zwei thematischen Highlights: “Leuchtfolien” und die “Schoko-Session”. Letztere wurde gehalten von Torsten Schoeneich und es war wahrscheinlich das emotionale und sensorische Highlight des gesamten Wochenendes.

Die Schoko-Session mit Torsten Schoeneich
Die Schoko-Session mit Torsten Schoeneich
Torsten ist Geschäftsführer der Schokoladenmanufaktur “Törtchen Törtchen” (www.toertchentoertchen.de) und hat einige seiner sündigsten,  abgefahrensten und “krankesten” Kostproben mitgebracht. Hier wollte keiner fehlen und so war es von den Organisatoren nicht verkehrt, diese Session ans Tagesende zu legen.
Pralinendesign mit Illustrator
Pralinendesign mit Illustrator

Von ihm stammt natürlich auch das Titelzitat: “Schokolade ist ne Bitch”. Er meint damit die polymorphen Eigenschaften der Schokolade, die immer anders will, als der Macher. Die Session war überaus interessant und sehr beeindruckend, mit welcher ungewöhnlichen Herangehensweise er seine Produkte entwickelt. Die Pralinen waren (auch für Nicht-Pralinen-Fans) eine wirkliche Geschmacksoffenbarung (übrigens, mit 7,80 Euro pro 100g, die teuersten Pralinen Kölns).

Anschließend folgte noch eine Verlosung und eine kurze Feedbackrunde. Hier wurde einstimmig die Veranstaltung als ein voller Erfolg gewertet, zu dem alle Teilnehmer – neben dem Organisationsteam – den wichtigsten Teil beigetragen haben. Es folgte die herzliche Verabschiedung der Teilnehmer durch Frank Huber.

Link: dcc09 designcampcologne auf der imm cologne 2009

Fazit: Das Wochenende war phantastisch. Es war inspirierend und man konnte viele neue, freundliche Branchenkollegen treffen und viele interessante Gespräche und Diskussionen führen. Danke nochmal an das ganze Organisationsteam und alle Sponsoren, die dieses tolle Ereignis ermöglicht haben! DesignCamp 2010 kann kommen – gerne schnell!

Ein Kommentar zu “Schokolade ist ne Bitch – Der DesignCamp Cologne 2009 Bericht”

  1. am 26. Januar 2009 um 9:46 am 1.Stefan Bunse schrieb …

    Hey,
    das hört sich ja echt nett an, hätte wohl auch für mich als So-Gar-Nicht-Designer interessant sein können….
    Aber kommt Zeit, kommt neues Camp ;)
    Drück dir die Daumen, dass es bis zum dcc10 nicht mehr so lange dauert!

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