Wenn Pril nach Hähnchen schmeckt

Geschrieben von Daniel Doege am 2. Mai 2011 | Abgelegt unter Webdesign

Pril – das ist ja dieses in erster Linie bläulich, parfürmierte Spülmittel aus dem Hause Henkel, das fast mal durch dieses fiesgrüne FairyUltra aus den deutschen Haushaltsschränken verdrängt wurde, mit dem in Spanien alle ihre Pfannen schrubben. Aber zurück zum deutschen Spülliebling. Pril soll dem Kunden gefallen und so dachte sich das Henkelmarketing: “lassen wir doch mal die Konsumenten entscheiden, was auf der Flasche zu sehen ist. Die werden es ja wissen und können fair abstimmen” (oder so ähnlich). Das Leben und erstrecht das Internet steckt jedoch voller Überraschungen, so dass anstatt von schön geblümten Retrostyledesign-Kandidaten, folgender minimalistischer Entwurf mit weitem Abstand auf Platz 1 liegt: “Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!”. Internetuser haben Humor!

Für Henkel ergeben sich nun mindestens 3 Optionen, mit dieser ungewöhnlichen Entwicklung der Croudsourcing-Promotion umzugehen:

Option 1) “Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!” wird es tatsächlich als Limited Edition in den Handel schaffen. Wir halten den Schritt für mutig, vielleicht zu mutig.

Option 2) “Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!” wird es als Online Limited Edition exklusiv in einem hauseigenen Online-Markenshop oder auf einer Facebook-Microshop-Seite zu bestellen geben. Aus unserer Sicht, wäre das eine ideale Lösung und wir würden mindestens ein Exemplar für unser Webkuriositätenregal bestellen. Versprochen.

Option 2 mit Sternchen) Neben der Online Special Edition bietet Pril zudem noch T-Shirts zu bezahlbaren Preisen mit im Microshop an. Pril würde mit der Aktionen mit einem Schlag zu einer handfesten Onliner-Kultmarke werden.

Option 3) Das Prilmarketing entscheidet sich gegen den populärsten Kandidaten und erklärt zwei andere Designs – der zehn besten – für die Sieger. Nach dem großen Lob für den Versandhändler OTTO, die einen ähnlichen Verlauf bei einer Promotion zur Wahl des Onlinegesichts 2010 meisterlich gehandelt und damit viel Lob geerntet haben, ist jedoch davon auszugehen, dass auch Henkel die unerwartete und humorvolle (nicht boshafte) Eigendynamik der Aktion zu nehmen wissen sollte.

Wir sind gespannt wie es weitergeht …

UPDATE: Und es ging hitzig weiter! Hier das Ergebnis der Promotion – mit einem Ausgang, den das Pril-Marketing zwar nicht, aber wir geahnt haben …

http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Pril-Designwettbewerb-Henkel-spuelt-Manipulationsvorwuerfe-vom-Tisch_100254.html

Mit Amazon Payments kommt ein weiterer Bezahldienst für Onlineshops

Geschrieben von Simon Rabente am 28. April 2011 | Abgelegt unter eCommerce

PayPal ist ein sehr beliebte Art, im Netz zu bezahlen und bereits bei vielen Onlineshops verfügbar. Es genügt ein Klick auf “Mit Paypal bezahlen” und Sekunden später erhält man bereits die Bestätigung, dass der Onlinehändler das Geld erhalten hat. Kurze Zeit später wird das Geld per Einzugsermächtigung vom eigenen Girokonto oder der Kreditkarte abgebucht. Ein weiterer Vorteil ist, neben der Geschwindigkeit und Einfachheit, dass die eBay Tochter Paypal sowohl für den Verkäufer, als auch für den Käufer eine gewisse Sicherheit vor Betrug bereitstellt. Kein Wunder, dass der Dienst auf beiden Seiten so beliebt ist. Paypal selbst behält von jeder getätigten Transaktion eine Bearbeitungsgebühr ein, der meist im einstelligen Prozentbereich liegt. Kleinvieh macht eben auch Mist und ist somit ein ertragreiches Geschäft.

In Deutschland steigt mit dem weltweit größten Onlinehändler Amazon nun ein weiterer Anbieter in dieses Geschäftsfeld ein. In den USA und Großbritannien ist “Amazon Payments” bereits vorher gestartet. Bei Amazon läuft der interne Zahlungsprozess ähnlich ab wie bei Paypal. Sobald bestellt ist, bucht Amazon das Geld vom Konto oder der Kreditkarte ab. Bei den Millionen von Kunden, die ihre Kontodaten bereits bei Amazon hinterlegt haben, stehen die Chancen für einen Erfolg des neuen Dienstes recht gut. Betreiber von Onlineshops sollten “Amazon Payments” auf jeden Fall im Auge behalten.

Weitere Informationen beinhaltet der Artikel des Branchenmagazins t3n.

Promi-Fans sind auch Marken-Fans

Geschrieben von Daniel Doege am 23. März 2011 | Abgelegt unter Webdesign

Echte Promis haben auf Facebook traditionell einen guten Stand und brauchen oft nicht viel zusätzliche Energie, eine Fanbase auf Facebook aufzubauen. Nun die berechtigte Frage: Was hat das mit Marken zutun?

Eine aktuelle Nielsenstudie belegt, dass Nutzer, die sich auf Facebook mit Prominenten identifizieren (liken), auch eine überdurchschnittliche Affinität zu Marken auf Facebook haben.

Foto: Robert Scoble, http://www.flickr.com/photos/scobleizer/4776112365/

Über 60% der amerikanischen Internetnutzer, die Promis auf Facebook “liken”, zeigen auch Ihre Verbundenheit zu mindestens einer Marke. Diese sind auch bereit, über Produkte und Marken in sozialen Netzwerken zu sprechen und weiterführende Informationen zu erhalten. Dies ist natürlich keine wirkliche Überraschung, aber es wurde noch nie in dieser Form statistisch untersucht.

Interessant für unseren Kundenkreis ist die Zahl der Fans, die sich zu Lebensmitteln äußern. Hierbei diskutierten User, die bereits Fan eines Promis 27% häufiger über Lebensmittel und deren Unternehmen, als User die kein Fan oder Follower eines Promis sind.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 36.000 Internetnutzern (USA) ab 18 Jahren.

E-Commerce immer beliebter

Geschrieben von S. B. am 23. März 2011 | Abgelegt unter eCommerce


Franz Pfluegl – Fotolia.com

Die Firma ComScore hat frische Zahlen zur Nutzung von Online Shopping-Webseiten veröffentlicht. Nach dieser Studie haben fast 75% der europäischen Internet Nutzer Websites von Einzelhändlern besucht (ein Zuwachs von 8,5%!).
Noch stärkere Zuwächse konnten im Bereich der Verweildauer ermittelt werden. So surft der deutsche Durchschnittsuser 63,8 Minuten in Shoppingportalen pro Monat. Mit diesem Wert liegt Deutschland über dem europäischen Durchschnitt, jedoch auch nur auf Platz 4, hinter Großbritannien (84,1 Minuten), Frankreich (83,2 Minuten) und der Türkei (73 Minuten).
Von diesen hohen Zahlen in der Verweildauer profitieren sowohl große internationale als auch regionale Online-Händler. Die führenden Anbieter in Deutschland (geordnet nach der Anzahl der Besuche) sind den Zahlen nach zu urteilen Amazon, die Otto-Gruppe, Apple.com, Bing Ciao und eBay Shops Deutschland, wobei auffällig ist, in wie vielen anderen Ländern vor Allem die Otto Gruppe ebenfalls auftaucht.

Die Ganze Studie unter: ComScore-Pressemitteilung

Social Media für Online-Shops – wie, jetzt, sofort!? Hilfe!

Geschrieben von Simon Rabente am 22. März 2011 | Abgelegt unter Köln, Marketing, Social Media, eCommerce

Betreiber von Online-Shops beschäftigen sich frühestens nach wenigen Monaten mit dem Thema Social Media. Schließlich hat man als Shopbetreiber mit Einkauf, Werbung, Vertrieb und Abwicklung genug Trubel um die Ohren. Diese vorweg gesagt aus unserer Sicht nachlässige Einstellung konnten wir bei unserem Besuch des diesjährigen E-Commerce Day 2011, der am 19. März im Kölner Rhein Energie Stadion stattfand, häufiger beobachten. Wir haben hier klar Position bezogen und sind da ganz offenkundig ganz anderer Meinung. Social Media kann auch für ganz neue Online-Shops keine Nebenbeisache oder Spielerei sein, sondern eine gigantische zusätzliche Absatzchance.

Um den Standpunkt genauer zu erklären, fassen wir nochmal kurz die Hauptargumente für Social Media im E-Commercebereich zusammen:

Das klassische Marketing ist eine temporäre Angelegenheit (Werbeagenturen werden jetzt quietschend aufschreiben, aber es ist Fakt). Der potenzielle Kunde sieht ein Werbeplakat (im Durchschnitt liegt die Aufmerksamkeitsspanne übrigens bei ca. drei Sekunden), sieht bzw. hört einen 20-30 Sekunden langen Werbespot oder überblättert eine Anzeige in einem Printmedium. Hier macht eine Kampagne meist erst dann Sinn, wenn über eine längere Zeit mit einer gewissen Quantität geworben wird. Der Werbetreibende bleibt so für eine Gewisse Zeit in Erinnerung. Dies ist jedoch nicht dauerhaft der Fall und der Impuls muss ständig reaktiviert werden.

Social Media ist da vollkommen anders, wenn es richtig eingesetzt wird. Wir verdeutlichen unseren Standpunkt mit der fiktiven Präsenz eines Wingsuit- und Extremsport-Onlineshops (spitze Zielgruppe).

Wingsuit Basejumping – The Need 4 Speed: The Art of Flight from Phoenix Fly on Vimeo.

Fallbeispiel: Auf der Welt gibt es ca. 100 Wingsuit-Flieger, die sich auf den unterschiedlichsten Gipfeln der Welt treffen und gemeinsam um die „Ecken“ fliegen. Wenn man als Shopbetreiber auf Facebook nur einen der 100 Wingsuit-Flieger für sich aktiv begeistern kann, ist es aus Erfahrung leicht möglich, innerhalb kürzester Zeit nahezu die gesamte Zielgruppe anzusprechen. Mit kürzester Zeit, sind nur wenige Stunden gemeint! Weiterhin können eventuell sogar neue Personen für den Sport begeistert und die Zielgruppe damit vergrößert werden. Versuchen Sie das mal aus dem Stehgreif mit einer Website oder Printanzeige.

Der Vorteil ist, dass über die Social Media Kanäle dauerhaft Informationen gestreut werden, ohne dass hierfür relevante Kosten entstehen. Es liegt einzig und allein am Betreiber des Onlineshops, über die Plattformen interessanten Content, wie z.B. Angebote, Servicehinweise, usw. zu kommunizieren. Aber Social Media bietet noch viel mehr. Social Media-Plattformen wie Facebook & Co. können sich beispielsweise hervorragend zur Kundenbetreuung und Warenpräsentation eignen. Die Entwicklung einer individuellen Erfolgs- und Social Media-Strategie bleibt dabei jedoch unumgänglich (Zielgruppe, Sortiment, Preisklasse, usw.).

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